Entstehung der Kirche St. Felix und Regula
In der Festschrift "50 Jahre KIrche und Pfarrei St.Felix und Regula" kann der folgende Text zur Entstehunggeschichte der Kirche nachgelesen werden:
Am Anfang eines Kirchenbaus muss eine Art Vision stehen, ähnlich wie im oder am Anfang des Schöpfungs-Werkes Gottes. Der Architekt des Kirchenbaus, Fritz Metzger, verwirklichte die Vision des Zeltes. Der Rundbau, seinerzeit geradezu eine Revolution, sowie die Pfeiler, die sich durch den ganzen Kirchenraum ziehen, veranschaulichen dies.
Das Zelt ist eines der vielen Kirchen-Bilder der Bibel. In der Johannes-Offenbarung 21, 2-4 lesen wir:
«Ich sah (Vision) die heilige Stadt das neue Jerusalem, von Gott heraus dem Himmel herabkommen; Sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: seht, das Zelt Gottes unter den Menschen! Er wird in Ihrer Mitte wohnen und sie werden sein Volk sein; und Gott selbst wird mit ihnen sein. Er wird jede Träne aus ihren Augen wischen. Der Tod wird nicht nicht mehr sein, noch Trauer noch Mühsal, denn alles, was früher war, ist vorbei».
Auch die hohe Kunst der Architektur einer Kirche soll wie die andern Künste aus dem unerschöpflichen Reichtum biblischer Bild-Vorlagen schöpfen und Dienerin Gottes und seiner vor IHM versammelten Gemeinde sein.
Fritz Metzger, der Architekt schreibt dazu Folgendes: «Dem baulichen Bereiten des Gottesdienstes soll das Interesse des Architekten gelten. Die ganze räumliche Entwicklung einer Kirchenanlage soll den Gläubigen vom Portal (Eingang) bis vor die Stufen des Altars Wandlung erleben lassen. Diese darzustellen und erfahrbar zu machen, heisst differenzieren und stufen in Vorhof, Portal, Gemeinderaum und Chor.
Es soll versucht werden, das Hinziehen und Aufgenommen werden, das Empfangen und Geben baukünstlerisch anschaulich zu machen; wie Priester und Gläubige aufs engste zu einer feiernden und handelnden Gemeinde verbunden sind - und das LICHT über ihr steht.
