Die Stadtheiligen - Die Legende von St. Felix und Regula
Es dauerte lange, bis nach den Wirren der Reformationszeit in Zürich, die Stadt-Heiligen und -Patrone, Felix, Regula und Exuperantius, aus dem Grab der Vergessenheit wieder auferstanden.
Es blieben noch übrig die Kirchen der Innenstadt, das Grossmünster, Fraumünster, die Wasserkirche, bis heute noch die Wahrzeichen Zürichs; das Stadtsiegel der Stadtregierung seit 1347; das alljährliche Knabenschiessen nach dem 11. September - ihrem offiziellen Gedenktag - am 2. September-Sonntag, als weltlich gesellschaftlicher Teil nach dem religiös kirchlichen Teil. Wahrscheinlich auch noch das Sechseläuten mit der Fraumünster Frauenzunft, genannt „Fraumünstercheer“.
Die Münster-Kirchen mit ihren Reliquien wurden im 8/9. Jahrhundert zu bedeutenden und beliebten Wallfahrtsorten. Die damit verbundenen Herren- und Frauenstifte zu Ausstrahlungs- und Anziehungsorten für Bildung und Kultur in den vielseitigen Bereichen. Die einst aufwändig begangenen kirchlichen Feiern zu Ehren der Heiligen, um den 11. September herum, gerieten durch die Reformation Zwinglis und Bullingers in beinahe völlige Vergessenheit.
